Presse und Photos

Artikel veröffentlicht: Donnerstag, 21.08.2014 17:22 Uhr Märkische Allgemeine 

„Das Morgen gibt es für mich nicht mehr“

Mit starken Schmerzen im Rücken wurde die Sängerin Nina Omilian im November ins Krankenhaus eingeliefert. Die Diagnose, ein Gerinnsel in der Herzvene, nahm die 38-Jährige zunächst ohne großen Schock hin. Doch dass sie jetzt wieder auf diversen Konzerten und Veranstaltungen in der Region zu sehen ist, grenzt fast an ein Wunder.

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Mützlitz. Die Sonne scheint, ein leichter Wind weht. Nina Omilian sitzt in Wohlfühlklamotten und mit großem Strohhut auf der großen Wiese des Anwesens, das sie und ihr Mann Michael seit vier Jahren ihr Zuhause nennen. Damals tauschte die Sängerin die großen Bühnen gegen den alten Vierseitenhof ein. Eine Entscheidung, die sie bis heute nicht bereut. Im Gegenteil, die letzten Monate haben ihr gezeigt, dass es der richtige Weg war.

Noch vor wenigen Monaten schaute sie auf kahle Krankenhauswände statt auf grüne Wiesen und kämpfte ums Überleben. Mit starken Schmerzen im Rücken wurde die Sängerin im November ins Krankenhaus eingeliefert. Die Diagnose, ein Gerinnsel in der Herzvene, nahm die 38-Jährige zunächst ohne großen Schock hin. Schlichtweg weil sie sich sicher war, dass ein Irrtum vorlag. Die klare Ansage der Ärzte: „Sie werden in nächster Zeit nirgendwo singen. Klären Sie Ihre Angelegenheiten und informieren sie Ihre Angehörigen“, ließ aber keinen Zweifel am Ernst der Lage übrig. Dennoch: Statt in Selbstmitleid zu versinken, durchströmte sie plötzlich eine Welle der Euphorie. „Wenn ich sterbe, müsst ihr nicht traurig sein. (…) Ich hatte ein tolles Leben“, erklärte sie ihrer Mutter mit gelassener Selbstverständlichkeit.

„Ich war wirklich gut drauf“, sagt Nina Omilian.

Sie war mit sich im Reinen. Heute sieht sie die Krankheit als einen weiteren „Kick in die richtige Richtung“ und als Bestätigung dafür, dass die Abkehr von der Glamourwelt und den Opernbühnen das einzig Richtige war. „Es gibt eben Fehler, die man machen muss“, sagt Nina Omilian. Damals habe sie sich darüber Gedanken gemacht, ob der Nagellack zur Farbe des Logos des Veranstalters passt. „Heute schaue ich höchstens kurz vor dem Auftritt auf meine Finger und kontrolliere ob die Nägel sauber sind“, beschreibt die zierliche Frau mit den raspelkurzen Haaren den Unterschied zwischen den Welten. Es sind jetzt Konzerte in Dorfkirchen und auf kleineren Bühnen, die ihren Terminkalender füllen. Nina Omilian ist näher an ihr Publikum herangerückt. Auch die Havelländer scheinen die Sängerin ins Herz geschlossen zu haben. „Ich wundere mich selbst, aber in Rathenow werde ich sogar nach Autogrammen gefragt.“

Dass sie nun wieder auf diversen Konzerten und Veranstaltungen in der Region zu sehen ist, grenzt fast an ein Wunder. Denn auf die erste Diagnose folgten weitere Hiobsbotschaften der Ärzte. Zudem kam erschwerend hinzu, dass es weltweit keine Vergleichsfälle gibt und die Ärzte vor einem Rätsel standen. In der Medizinischen Hochschule in Hannover wagte ein befreundeter Arzt dann die entscheidende komplizierte und äußerst schmerzhafte Operation, die Nina Omilian letztendlich Lebensqualität zurückgaben.

Mittlerweile kann sie wieder lachen, ihre braunen Augen strahlen pure Lebensfreude aus.

Also alles wieder gut? So einfach ist es leider nicht. „Stellen Sie sich darauf ein, dass Sie nie wieder ohne Schmerzen leben werden und immer starke Medikamente nehmen müssen“, diese erste Aussage der Ärzte hat sich in ihren Kopf gegraben. Ein Grund zur Aufgabe ist das aber nicht. „Nina hat einen unheimlichen Kämpferwillen“, erklärt Michael Omilian, ihr früherer Ehemann, der auch ihr Manager ist. Er bewundert Nina, ihren wachen Geist und ihre Liebe zur Musik. „Sie kam aus dem Krankenhaus und sagte: Ich will auf die Bühne“, erzählt Michael Omilian und sie unterstreicht noch einmal ihr Statement: „Meine Lebensessenz ist eben das Singen.“ Großen Anteil an ihrer Genesung hat sicher auch Gitarrist Ian Melrose. Mit ihm hat sie ihr Album „Pure“ aufgenommen. So oft es geht steht der renommierte Musiker mit ihr auf der Bühne und er gibt ihr Selbstvertrauen. Enormen Auftrieb gab ihr im Januar zudem die ersehnte Nachricht, dass ein Plattenlabel ihr Album veröffentlichen wird. „Ich lag angeschlossen an diesen Geräten und dachte, wenn nur das Eine passiert, dann wird alles gut. Ich wollte ein Feedback vom Markt, dass unser Produkt seine Berechtigung hat.“ Und dann war da noch Martin Keune, Autor der Semliner Hefte und Inhaber der Werbeagentur Zitrusblau, der sich bereit erklärte die Gestaltung des Covers zu übernehmen. Sehr private Aufnahmen verarbeitete er neben den Liedtexten in dem Booklet zur CD.

Nina Omilian kann es gar nicht abwarten wieder loszulegen: „Das Morgen gibt es für mich nicht mehr. Ich muss meine Lieder jetzt singen.“ Das tut sie auch. Die Rathenower Musiknacht, die Ribbecker Sommernacht und das Dorffest in Semlin hat sie in den letzten Wochen bereichert. Am Samstag steht sie auf der Bühne des Optikparks. Dankbar ist sie für das Verständnis, dass ihr die Havelländer entgegenbringen. „Viele sind auf mich zugekommen. Sie fragten nicht: Wann kannst du singen? Sondern, wie geht es Dir?“ Ein tolles Gefühl.

Von Christin Schmidt

Artikel veröffentlicht: Montag, 31.03.2014 15:04 Uhr Märkische Allgemeine 

Sternstunde in der Villa

Der Autorin Nina Omilian ist es gelungen, eine historische Figur zum Leben zu erwecken und ihre Emotionen sichtbar zu machen. Clara Schumann, geborene Wieck (1819-1896), ist bekannt als die Frau des musikalischen Genies Robert Schumann. Dieser nahm sich im Alter von 36 Jahren das Leben. „Sein Bildnis wunderselig“ heißt das Stück über die Witwe.

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Premnitz. Doch, man kann von einer Sternstunde des Theaters sprechen. So spannend, so dramaturgisch dicht und so funkelnd ist das Musiktheaterstück „Sein Bildnis wunderselig“, das die Sängerin Nina Omilian geschrieben hat.
Der Autorin ist es gelungen, eine historische Figur zum Leben zu erwecken und ihre Emotionen sichtbar zu machen. Clara Schumann, geborene Wieck (1819-1896), ist im kollektiven Gedächtnis verankert als die Frau des musikalischen Genies Robert Schumann. Bestenfalls erinnert man sich noch daran, dass sie eine virtuose Pianistin war, die auch komponierte.
Allgemein bekannt ist, dass Clara Schumann auf tragische Weise ihren Mann verloren hat: Robert Schumann nahm sich 1856 im Alter von 46 Jahren in geistiger Umnachtung das Leben. Seine Witwe Clara war damals Mitte dreißig und hatte acht Kinder, die sie nun allein durchbringen musste. Genau diesen Moment der Trauer und der Rückbesinnung hat Nina Omilian gewählt, um dem Publikum Clara Schumann als Frau mit starken Gefühlen vorzustellen. Wenn eine leidenschaftliche Musikerin einen genialen Komponisten liebt, dann vermutet man eine geradezu ideale Verbindung. Das kann so nicht gewesen sein, ist Nina Omilian überzeugt. Beim Studium von Briefen und Tagebüchern ist ihr aufgefallen, dass das Leben von Clara Schumann vielfach von Verzicht geprägt war. Die Tochter von Friedrich Wieck musste sich als Kind in jeder Hinsicht dem Willen des Vaters beugen. Sogar ihr Tagebuch schrieb er für sie. Er erkannte das Talent seiner Tochter und hat sie erfolgreich zu einem Wunderkind herangezogen. Doch ihre Liebe zu Robert Schumann, einem Klavierschüler von Friedrich Wieck, akzeptierte er nicht. Die Zustimmung zu ihrer Hochzeit musste Clara gerichtlich erzwingen.
Obwohl die Klaviervirtuosin ihren Mann in der Öffentlichkeit bekannt machte, indem sie seine Werke spielte, unterstützte Robert Schumann die Karriere seiner Frau nicht. Im Gegenteil: Wenn ihn die Muse küsste, musste Claras Klavier schweigen. Mit einem Kunstgriff lässt Omilian ihre Clara Schumann sich mit großer Bitterkeit an ihre Ehe erinnern. Sie lässt die griechische Muse Kalliope – herrlich gespielt von Teresa Hoerl – auftreten und sich unkritisch und schwärmerisch an das Genie von Robert Schumann erinnern. In der Konfrontation mit Kalliope kann sich Clara Schumann – verkörpert von Nina Omilian – ihre gekränkten Gefühle, ihre Wut und ihre Schuldgefühle eingestehen und ihre Liebe zu Robert Schumann wieder entdecken. Besonders authentisch wirkt das Stück, weil Omilian die Gefühlswelten der Eheleute mit Schumanns Liedern darstellt, die zumeist äußerst düster sind. Bärbel und Robert Hopkins haben die Sängerinnen virtuos am Klavier begleitet.

Von Ann Brünink

 

 

Nina Omilian begeisterte in der Gortzer Kirche

Märkische Allgemeine,  Dienstag, 17. September 2013

Sie kam, sang und siegte

Es ist ausgesprochen mutig, Chansons von Edith Piaf so ganz anders zu singen als der berühmte Spatz von Paris. Ob „Padam“ oder „Mylord“ – die Interpretationen von Nina Omilian sind zarter, weiblicher und auch klarer, wirken aber keinesfalls weniger intensiv, im Gegenteil.

kircheGortz. So klang das Chanson „Ne me quitte pas“ (Verlass mich nicht), das Jacques Brel männlich-herb gesungen hat, bei ihr flehender, verzweifelter und überzeugender.

Auf ihre ganz individuelle Art vermittelt die Sängerin, die im Opernfach große Erfolge gefeiert hat, ein ganz neues, frisches und aufregendes Hörerlebnis. Das kam sehr gut an beim Publikum. 150 Zuhörer drängelten sich am Sonntagnachmittag in der Gortzer Kirche, die bis auf den allerletzten Platz besetzt war. Frenetischer Beifall am Schluss für Nina Omilian und Stephan Bienwald, der sie äußerst einfühlsam auf der Gitarre begleitet hat.

2011 habe sie ihre Opernkarriere beendet, berichtet Nina Omilian. Sie habe ein Theaterstück geschrieben und so ihre eigene Kreativität entdeckt. Sie wollte Projekte machen, die sich nur schwer mit ihrem Engagement am niedersächsischen Staatstheater vereinbaren ließen, erzählt sie. Es fiel ihr zudem immer schwerer, die engen Grenzen zu akzeptieren, die Regisseure in modernen Operninszenierungen vorgaben. „Auf einem Staubsauger auf die Bühne reiten – nein, das ist nicht mein Ding“, so ihr Fazit. „Ich habe die finanzielle Sicherheit aufgegeben. Dafür kann ich jetzt Dinge tun, von denen ich voll und ganz überzeugt bin“, lacht die 38-Jährige.

„Wenn ich mir was wünschen dürfte“ – in Gortz kamen nicht nur französische Chansons zu Gehör. Das Gortzer Publikum erlebte sogar eine Premiere. Erstmals sang Nina Omilian öffentlich die äußerst komplizierten Friedrich-Holländer-Lieder. Es sei schwer gewesen, einen Gitarristen zu finden, der sie dabei begleitet, berichtet die Sängerin. Sie habe überall nachgefragt und auch im Internet gesucht, doch nur Körbe bekommen. Da begegnet sie eher zufällig Stephan Bienwald, der spontan zugesagt hat. Die Arrangements habe er alle selbst geschrieben, einfach mit Bleistift in die Partitur eingefügt.

Die beiden Musiker ergänzen sich hervorragend. Beeindruckend ihre Interpretation von Kurt Weills „Seeräuber-Jenny“. So verführerisch, wie Nina Omilian aussah in ihrem giftgrünen Kleid mit großem Dekolletee, das die männlichen Besucher mit lautstarkem Beifall und Pfiffen würdigten, so bitterböse und eiskalt sang sie diesen Song, dass es einem beim Zuhören eiskalt den Rücken herunter rieselte.

Stephan Bienwald schreibt auch selbst kleine, humorige Lieder. Mit seinen Reflexionen über die verschiedenen Möglichkeiten, eine Pfütze zu erleben, erregte er besonders viel Heiterkeit: „Ach wie schön können Pfützen sein, springt statt dir ein anderer rein.“

Von Ann Brünink

Die Sängerin Nina Omilian…

...die in Mützlitz wohnt, hat ein Theaterstück über Clara und Robert Schumann geschrieben. Am Freitagabend hatte es im Schloss Nennhausen seine Premiere ... Der Beifall war verdient heftig, und...

Autorin Omilian…

...das wird auch bei der Aufführung der Wormser Nibelungenfestspiele im Blauen Saal des Schlosses Herrnsheim deutlich, sieht das alles durchaus aus dem Blickwinkel des Feminismus. Jedenfalls sehr...

Eine Perle des kleinen Musiktheaters…

ein Blütenblatt der Poesie… Vor drei Jahren hatte Omilian dieses erste Theaterstück geschrieben … Entstanden ist ein 70 Minuten währendes,höchst unterhaltsames wie informatives und anregendes...

Musikalisch wie schauspielerisch…

...haben die Künstlerinnen Omilian, Hoerl und Hoernes in Kemnath einen außerordentlichen Akzent gesetzt: Sie haben ein Schumann-Bild geschaffen, das die glücklichen Momente genauso einfängt...

Nina Omilian als Calliope…

...gelingt es, in rund 90 Minuten ein faszinierend-vielschichtiges Porträt der Muse und Musikerin Clara Schumann zu zeichnen… Omilians Stück setzt selbstbewusst eigene Akzente. Nicht nur im...

Selten wurden Schauspiel…

... und Liedvortrag so formvollendet verbunden wie in Nina Omilians Stück „Sein Bildnis Wunderselig – Clara Schumann und die Erinnerung", eine überaus gelungene Hommage an Schumann, die...

„Wow, Sie sind gut!“

Nicht nur Nina Omilian begeisterte mit ihrem Gesang. Die Sängerin selbst war verblüfft vom Gesangstalent und Enthusiasmus ihres Publikums. Deutsches, französisches, polnisches und englisches...

„Kein schöner Land“

Nina Omilian singt Volkslieder, Songs und Chansons… Der Weg für die vielen Gäste hatte sich gelohnt: Die in Mützlitz wohnende Sängerin Nina Omilian und ihr Begleiter an der Gitarre, Alexej...

Nina Omilian, Sängerin…

...wohnhaft im Nennhausener Ortsteil Mützlitz, begleitete die BUGA INFOTOUR am Mittwoch in Rathenow musikalisch. Damit ist ein erster Auftakt gelungen, hervorragende Künstler der Havelregion für...

Zur Eröffnung der Europameisterschaften…

...in Rostock sang Nina Omilian erstmals ihr neues Lied „Diving Into Blue“ vor Publikum. Die zierliche Sängerin, die sich auf einem Hof im beschaulichen Dörfchen Mützlitz niedergelassen hat,...

Roberta Flack, Joan Baez…

...und viele andere haben das Lied „Jesse“ von Janis Ian erfolgreich gecovert. Nun hat sich die Wahlhavelländerin und Sängerin Nina Omilian das Stück zu eigen gemacht, um auf ein Problem...

Sängerin Nina Omilian…

hat den weltbekannten Titel "Jesse" der amerikanischen Sängerin und Komponistin Janis Ian aufgenommen, auf Youtube gestellt und der "Initiative Vermisste Kinder e.V." gewidmet.…(BraWo)

Das Havelland…

...hat eine neue Stimme: Die Mezzosopranistin Nina Omilian … (Märkische Allgemeine Zeitung)